Kategorie-Archiv: Schreiben

Übungsanleitung für die 3. Schulstufe

Tierbeschreibungen und Tiersteckbriefe

Tiersteckbrief1Die Arbeit mit Tierbeschreibungen bzw. Tiersteckbriefen umfasst einerseits den Lernbereich Natur im Sachunterricht und gleichzeitig den Bereich des Texte Verfassens in Deutsch mit dem Ziel der Information. Vermittelt wird hier das Gewinnen von Grundkenntnissen über verschiedene, dem eigenen Interesse nach selbstgewählten Tierarten, verbunden mit dem im Deutschunterricht verlangtem Schreiben von Sachverhalten in ganzen Sätzen gepaart mit dem Erlernen strukturierter Arbeitsweisen.

Fach:  Sachunterricht – Lernbereich Natur, Deutsch – Texte verfassen
Arbeitsmittel: Formati Creativ-Heft W.6 „Wolkerlheft“, Formati Creativ-Heft C.4, Formati Schreib-Heft S.3, Tierabbildungen und Fotos

Zur Übungsanleitung

Formati© S.1 / S.2 – “Büro, Büro”

Besonderen Spaß macht den Kindern unserer jahrgangsgemischten Klasse der GST1 das Spiel „Büro, Büro“.

Dazu gibt es für jede Schulstufe eine Dose mit Lernwörtern (blau: 1. Schst., rot: 2. Schst.).

Nun bestimmen die Mitspieler einen Chef/eine Chefin. Diese/r  diktiert den anderen Mitspielern (Sekretär(inn)en) die Wörter ins Heft S1/S2. Anschließend muss er/sie die Diktate natürlich auch korrigieren. In der nächsten Spielrunde wird gewechselt.

Formati© S.2 – Übungen im “Bienenheft”

In unserem Unterrichtskonzept ist es uns sehr wichtig, dass bereits von Beginn der Schullaufbahn an Fleiß und zusätzliche Auseinandersetzung mit erlernten Inhalten positiv besetzt wird.

Sehr oft ist es SchülerInnen unserer Generation passiert, dass fleißiges Üben – vor allem ab der Sekundarstufe-  als „Strebertum“ verpönt war.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben wir in unserer Klasse das „Bienenheft“ eingeführt. Bienen sind emsige Tierchen und dieses Verhalten soll auch belohnt werden: Auf  jede geübte Seite bekommen die Kinder einen Bienenstempel. Hat das Kind 5 Seiten geübt, bekommt es dafür auf den Umschlag des Hefts einen Bienen-Aufkleber. Mit diesem Bienen- Aufkleber darf es sich aus der „Bienenkiste“ ein kleines Geschenk (Überraschungseierfigur o.ä.) oder einen Hausübungsgutschein aussuchen.

Die Übungen erstrecken sich von Schwungübungen bei den SchulanfängerInnen über Gedichte zum Auswendiglernen bis hin zu 1×1- und Merkwörterübungen bei den Zweitklasslern.

Die Kinder erleben bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer Schullaufbahn, dass man durch Fleiß und Ehrgeiz so manches kognitive Defizit gut ausgleichen kann.

Erklärung der Jahrgangsmischung in den Klassen der Grundstufe 1 an der Europaschule

Seit dem Schuljahr 2008/09 werden an der Europaschule in Linz  alle Klassen der Grundstufe 1 als jahrgangsgemischte Klassen geführt. Daher gibt es keine herkömmlichen 1. bzw. 2. Klassen mehr, sondern die einzelnen Klassen tragen Farbennamen: Gelbe, Rote, Grüne und Blaue Klasse.

Jede dieser „Farbenklassen“ setzt sich aus jeweils ca. der Hälfte an Kindern der 1. und der 2. Schulstufe zusammen. Einzelne SchülerInnen der 1. Schulstufe können bei Bedarf während des 1. Schuljahres zu Vorschulkindern umgestuft werden, bleiben jedoch-anders als bisher- bis zum Ende der Grundstufe1 im Klassenverband, der sich allerdings jährlich verändert (Zweitklassler wechseln in die 3. Schst. – neue Schulanfänger kommen nach). Die Kinder bleiben also immer mit einem Teil der Klasse zusammen. Der für die Vorschulkinder früher höchst unangenehme „Neustart“ nach dem integrierten Vorschuljahr in einer neuen 1. Klasse wird bei diesem System vermieden.

Eine Umstufung innerhalb der Schulstufen der Grundstufe 1 kann für jedes Kind bei Bedarf mit Zustimmung der Schulkonferenz und der Eltern jederzeit durchgeführt werden. Jedes Kind hat für das Absolvieren der Grundstufe 1 im Normalfall 3 Schuljahre ohne Schulbahnverlust Zeit.

Es handelt sich bei dieser Form der Jahrgangsmischung nicht um einen Schulversuch, sondern die im SchUG geforderte Integration von Vorschulkindern in der 1. Klasse mit Vermeidung von „Herausreißen“ der Kinder aus dem ersten Klassenverband wird in unserer Form einfach nur detailgetreu und weiterführend erfüllt.

 

Formati© W.3 und S.5

IMG_1065Im Zuge der wöchentlichen Übung mit den Merkwörtern in der 2. Schulstufe werden die neuen 5 Wörter jeweils nach dem Suchen im Wörterbuch und entsprechenden anderen Übungen ins Formati Registerheft W3 beim passenden Buchstaben eingetragen.
So entsteht nach und nach ein persönliches „Wörterbuch“, in dem sich nur jene Wörter befinden, die das betreffende Kind  auch verlässlich richtig schreiben kann.

Bei späteren Lernzielkontrollen oder Schularbeiten gilt dieses Heft als (persönliches) Wörterbuch und darf somit auch verwendet werden. Den Kindern wird jedoch geraten, sich nicht mit dem Nachschauen dieser bereits automatisierten Wörter aufzuhalten und lieber nur wirklich unbekannte Wörter im „richtigen“ Wörterbuch nachzuschlagen. Durch die ständige Arbeit mit dem Wörterbuch entwickeln die Kinder nach und nach eine große Geläufigkeit beim Nachschlagen und finden Wörter oft schneller als ungeübte Erwachsene.

Durch die kontinuierliche Arbeit mit den Merkwörtern im Zuge des Wochenplans (Suchen im Wörterbuch, eine Zeile lang schreiben, einen Satz damit bilden, mit dem Computer schreiben,…) werden sowohl die neuen als auch die Merkwörter der vergangenen Wochen immer wieder geübt und automatisiert.

Ein weiterer Bestandteil dieses Procederes ist das Üben der Merkwörter im Übungsheft, dem sogenannten „Bienenheft“, einem  Formati S5- Heft, das in Anlehnung an die fleißigen Bienen seinen Namen erhielt.

Formati© S.2

In offenen Lernphasen kombinieren wir gerne verschiedene Lerninhalte.
Hier müssen die Kinder der 2. Schulstufe zuerst die blauen Sätze dem jeweils richtigen Zwerg zuordnen (sinnerfassendes Lesen).
Anschließend werden die Sätze –falls bereits möglich- von der Druckschrift in die Schreibschrift übertragen und ins Heft Formati S2 eingetragen.

Den Kindern kommt hier beim Abschreiben bzw. beim ersten Übertragen von Druckschrift in Schreibschrift die Dreierlineatur wieder besonders entgegen.

Weiters erinnert der farbige Rahmen an den Heftseiten die „Zweitklassler“ hier bereits daran, Wörter rechtzeitig abzuteilen oder- falls noch nicht sicher- das Wort in die nächste Zeile zu schreiben. Ein „Hineinschreiben“ in den Rahmen soll möglichst vermieden werden. Beim richtigen Abteilen hilft hier noch die Methode des „Silbenklatschens“.

Stationenbetrieb D mit sensorischer Integration und Verschriftlichung in den Heften Formati S.1 und S.2

Eine gute Möglichkeit zur Schreibübung bzw. Übung von Merkwörtern stellt ein Stationenbetrieb mit folgenden Stationen dar:

  1. „Ballwurf“-Station: Jeweils 2 gleiche, zu übenden Wörter (blau: 1. Schst., rot: 2.Schst.) werden jeweils an zwei nebeneinander liegenden Wänden oder Fenstern aufgehängt. Die Kinder müssen nun nacheinander mit einem Softball beide gleichen Wörter suchen und  mit dem Ball treffen. Danach kommt das Schreibheft S1/S2 zum Einsatz, indem die Kinder das getroffene Wort richtig in ihr Heft schreiben. Danach wird das nächste Wort ausgewählt….
  1. „Rollbrett“- Station: Auf einer Teppichfliese liegen verdeckt die zu übenden Wörter (blau: 1. Schst., rot: 2.Schst.). Ein Kind zieht nun ein entsprechendes Kärtchen, legt es vor sich auf das Rollbrett und rollt damit einige Meter weit bis zur gegenüberliegenden Teppichfliese. Dort liegen offen die gleichen Wörter wie auf der ersten Fliese. Das Kind sucht nun das entsprechende gleiche Wort und legt sein Kärtchen darauf. Anschließend rollt es zurück und schreibt das Wort richtig ins Heft Formati S1/S2. Danach begibt es sich wieder zur ersten Teppichfliese und wartet, bis es erneut an die Reihe kommt…
  2.  „Angel“-Station: Auf einer Tischgruppe stehen einige „Aquarien“ ( mit blauem Symbol für 1. Schst., mit rotem Symbol für 2. Schst.) mit laminierten magnetischen Kartonfischchen. Die Fische sind mit den zu übenden Wörtern beschriftet. Abwechselnd halten nun die Kinder ihre magnetischen Angeln in die Aquarien und ziehen jeweils einen Fisch heraus. Das darauf stehende Wort wird fehlerlos ins Heft Formati S1/S2 eingetragen.
  1. „Tempelhüpf“-Station: Auf einem gängigen Tempelhüpf-Teppich werden am Rand jedes nummerierten Kästchens verdeckte Wortkärtchen aufgelegt (blau: 1. Schst., rot: 2.Schst.). Die Kinder werfen nun nacheinander einen Gegenstand auf den Teppich. Wo der Gegenstand zum Liegen kommt, ist das Ziel des Hüpfens (einbeinig bei einem Kästchen, beidbeinig bei zwei nebeneinanderliegenden Kästchen). Dort wird dann ein entsprechendes Kärtchen genommen und damit zurückgehüpft. Anschließend wird das betreffende Wort richtig ins Heft Formati S1/S2 geschrieben. Dann wartet man, bis man wieder an der Reihe ist.

Durch das „Lernen in Bewegung“ (sensorische Integration) werden hier in besonderer Weise die beiden Gehirnhälften vernetzt, was auch die Reifung und Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten fördert.

Weiters steht hier das lustbetonte Arbeiten im Vordergrund: Die Kinder bemerken gar nicht, wie viel sie lesen, denken und schreiben. Immer wieder sind die Kinder nach solchen Sequenzen höchst erstaunt, wie viele Wörter sie in dieser Zeit geschrieben haben, ohne sich zu langweilen oder zu ermüden.
Auch das soziale Miteinander wird hier trainiert: Die Kinder lernen, geduldig zu warten, bis sie an die Reihe kommen, sie müssen ihre Station vor dem Wechsel wieder in den ursprünglichen Zustand bringen, um der nächsten Gruppe die gleichen Startbedingungen zu ermöglichen. Altersgemischte Kinder lernen, den unterschiedlichen Wissens- und Entwicklungsstand jedes Kindes zu respektieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ein wichtiger Punkt beim Stationenbetrieb ist auch die Entwicklung einer guten Selbsteinschätzung. Im anschließenden Reflexionskreis werden die Kinder stets ermuntert, sich selbst kritisch einzuschätzen. („Bei welcher Station war ich heute
besonders fleißig?, Welche Station ist mir schwer/leicht gefallen und warum?,…)

Formati© S.1 – “Erste Schreibübungen”

IMG_1055Auch heuer, im Schuljahr 2010/11, unterrichte ich wieder als Klassenlehrerin in einer jahrgangsgemischten Klasse der GST 1 an der Europaschule in Linz.

Die Arbeit mit Kindern verschiedener Schulstufen in einer Klasse bedeutet zumindest zu Beginn jedes Schuljahres immer wieder einen großen logistischen Aufwand, bis jedes Kind in „seiner“ Schulstufe angekommen ist und in offenen Lernphasen auch selbstständig arbeiten kann.
Dabei ist natürlich das eigenständige Schreiben im Heft ein wichtiger Baustein, der vor allem mit den neuen SchulanfängerInnen gut eingeübt und trainiert werden muss.

Die Hefte von Formati sind dabei eine große Hilfe:

Besonders die Dreierlineatur erleichtert es den „Schreibanfängern“, die richtige Positionierung der Buchstaben im Heft zu finden.

Unser „Terminus“:
___________________________________     Decke (Plafond)
___________________________________     Kleinbuchstabenzeile
___________________________________     Schreibzeile (Fußboden)
___________________________________     Keller

IMG_1056Da unsere Tafel wie so viele „alte“ Schultafeln nur normale bzw. keine Lineatur aufweist, behelfe ich mir im Unterricht mit den SchulanfängerInnen mit einer selbstgemachten Dreierlineatur mit dicker „Schreibzeile“, die ich laminiert und somit abwischbar und wiederverwendbar gemacht habe. Den Kindern fällt es leichter, anhand des von mir vorgeschriebenen Buchstaben ins eigene (S1) Heft zu schreiben.

Die selbstgemachte Dreierlineatur kann ich gleichermaßen beim Einsatz am Boden sowie mit Magnetknöpfen an der Tafel verwenden. Für die ersten Schreibversuche hat sich die Vorlage am Boden jedoch besser bewährt, da das Übertragen von der Senkrechten in die Waagrechte entfällt.

Das Heft Formati S1 eignet sich sowohl für den Einsatz im Deutsch- als auch im Mathematikunterricht beim Erlernen der richtigen Schreibung von Buchstaben, Wörtern oder Zahlen.

Formati© S.1 – “Laufdiktat”

IMG_1118Zur Schulung der Merkfähigkeit beim Abschreiben verwenden wir in der 1. Schulstufe gerne das „Laufdiktat“. Um Rennereien und Rangeleien zu vermeiden, wird es gelegentlich auch in „Schleichdiktat“ umbenannt.

An einer geeigneten, etwas abgelegenen und vom Schreibplatz aus nicht eingesehenen Wand werden einige Wortkarten mit lautgetreuen Wörtern aus bereits erlernten Buchstaben aufgehängt. Die Kinder werden nun angehalten, ein Wort auszuwählen und mit den Augen zu „fotografieren“. Dabei ahmen die Kinder das Durchschauen durch einen Fotoapparat nach.

IMG_1116Nach dem Auslösen der „Kamera“ mit dem Zeigefinger schließen sie die Augen und versuchen, das Wort aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.

Sollte dies noch nicht gelingen, muss ein weiteres Mal „fotografiert“ werden. Nach einigen „Aufnahmen“ müsste das kurze Wort gespeichert sein.

Danach macht sich das Kind auf den Weg zurück zu seinem Schreibplatz. Auf dem Weg sollte das „Foto“ nicht verloren gehen.
Hier kommt das Heft Formati S1 zum Einsatz: Das zuvor „fotografierte“ Wort wird nun möglichst in einem Zug und ohne Fehler ins Heft geschrieben. Treten dabei Unsicherheiten auf, muss das Kind noch einmal „fotografieren“ gehen, so lange, bis das Wort richtig im Heft steht.

Herzlich willkommen!

Das Redakteursteam der Pädagogischen Hochschule Oberösterreichs und das Team von Formati® freut sich sehr, Ihnen den neuen Formati® Blog vorzustellen!

Die intensive Zusammenarbeit mit PädagogInnen und Pädagogen macht es möglich Formati® ständig weiterzuentwickeln. Mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich ist nun ein neues Projekt entstanden, welches Formati® interaktiv für LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen zugänglich macht. Zusätzlich zu unserer informativen Website gibt es nun den Formati® Blog.

Die neue Kommunikationsplattform bietet Expertenmeinungen und Erfahrungsberichte und soll für regen Austausch sorgen. Das gesamte Sortiment wird aus verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe genommen, für Formati® Neulinge also die optimale Informationsquelle. Mit Praxisbeispielen sowie Foto- und Videodokumentation werden die kreative Ansätze für die Verwendung im Unterricht veranschaulicht.

Für die Inhalte verantwortlich ist ein unabhängiges und eigenständiges Redakteurs-Team, welches unter der Leitung von Fr. Claudia Gartner, PH OÖ über alle Formati® Produkte berichtet. Direkt aus dem Klassenzimmer gelangen so immer wieder aktuelle Artikel über das gesamte Sortiment in den Blog. Kommentare dazu selbstverständlich erwünscht – ihre eigenen Erfahrungen sind wertvolle Inputs für die Weiterentwicklung des Formati® Systems.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken von Formati® und freuen uns auf Ihr Feedback!